05.20.08

EU einmal anders

Veröffentlicht in MMWD Piaty, Schule, Undeffiniert tagged , um 7:52 von luna7

An einem heißen Tag in einem kühlen Raum zu sitzen mit einer köstlichen Torte und von einem ehemaligen EU-Botschafter die EU erklärt zu bekommen – nicht zu vergleichen mit lernen in heißen Schulklassen.

Kurz vor 3 Uhr traf Gregor Woschnagg in der Bäckerei Piaty in Waidhofen ein. Für einen kurzen Augenblick sahen sich die Schüler der 4DEK verwirrt an, da sie eigentlich Herrn Dr. Wolfgang Schüssel erwartet hatten. In einem kurzen Gespräch nahm Herr Woschnagg den Schülern ihre Angst.

Von dem Eigentümer der Bäckerei Piaty, Herrn Karl Piaty, bekamen die Schüler Scherpen aus verschiedenen EU Ländern und dann ging es auf zum großen „Fotoshooting“. Die Schüler, Herr Woschnagg, Karl Piaty und sein 5-jähriger Enkel Paul stellten sich vor dem Brunnen am Hauptplatz auf um dort um 3 Uhr die große EU- Torte anzuschneiden.

 

 

Nach dem Anschnitt, versammelten sich die Schüler der 4DEK, Herr Woschnagg und der kleine Paul in der gemütlichen Bäckerei um sich dort über die EU zu unterhalten.

Als ehemaliger „Ständiger Vertreter Österreichs in der EU“ (quasi EU-Botschafter*) in Brüssel während der österreichischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union kennt er sich bestens in der EU aus. Anfangs waren die Schüler mit ihren Fragen noch sehr scheu und zurückhaltend, doch nach einer kurzen Aufwärmphase sprudelten die Fragen nur so aus ihnen heraus.

Herr Woschnagg beantwortete jede einzelne Frage und so erfuhren die Schüler zB, dass die EU ihren Ratssitz heute (wenn die EU jetzt gegründet werden würde) nicht mehr alle 6 Monate geändert werden würde, da dies bei 27 Mitgliedsländern sehr kompliziert ist. Es wurde auch über den EU-Reformvertrag gesprochen, obwohl dieser nicht gerade zu Herrn Woschnaggs Lieblingsthemen zählt, da er sich sehr lange Zeit intensiv damit beschäftigt hat.

Eine Sache lag Herrn Woschnagg besonders am Herzen und während des Gesprächs erwähnte er dies auch sehr oft: „Bitte geht wählen. Egal welche Partei und welchen Politiker, aber bitte nützt euer Wahlrecht.“

 

*da die EU kein Land ist, werden die entsandten Diplomaten nicht als Botschafter, sondern als „Ständige Vertreter“ bezeichnet.

 

Tja, so stand unser Ausflug nach Waidhofen in der HAK-Online-Zeitung beschrieben.            :-)


Kommentar schreiben